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Fünf Teamformen: Warum die wichtigste Frage nicht „Wie werden wir besser?" lautet!

Das hier ist der erste Beitrag auf meiner neuen Seite. Ich starte bewusst nicht mit mir selbst, sondern mit einer Empfehlung - weil sie eine Unterscheidung schärft, die in meiner Wahrnehmung im Führungsalltag ständig übersprungen wird.
Die Empfehlung
Der Podcast „High Performance Leadership" von Stefan Lammers (externer Link, öffnet in neuem Tab) (SLBB) und Joel Kaczmarek (externer Link, öffnet in neuem Tab) behandelt das Thema Hochleistungsteams aus meiner Sicht so präzise und praxisnah, wie ich es selten gehört habe – ohne die üblichen Plattitüden, dafür mit klaren Modellen und Beispielen, die man direkt auf die eigene Organisation übertragen kann.
Besonders empfehlen möchte ich die Folge (6) „Teamformen und Arbeitsprinzipien für Hochleistung". Dort wird das Modell von Katzenbach und Smith aufgegriffen und die fünf Teamformen werden durchdekliniert: von der Arbeitsgruppe über das Pseudoteam und das potenzielle Team bis zum echten Team und schließlich zum Hochleistungsteam.
Drei Punkte, die bei mir hängengeblieben sind
1. Die Arbeitsgruppe ist kein Defizit. Sie wird gern als Vorstufe abgetan – dabei arbeitet sie in vielen Konstellationen schlicht effizient. Jeder verantwortet sein Ergebnis, der Abstimmungsaufwand bleibt niedrig. Wer eine funktionierende Arbeitsgruppe zwanghaft zum Team entwickeln will, erzeugt vor allem Reibung.
2. Das Pseudoteam ist die eigentliche Gefahr. Es nennt sich Team, hat Teammeetings und Team-Ziele – bringt aber weniger zustande als die Summe seiner Einzelteile. Diese Konstellation kostet Geld, Zeit und Energie, ohne dass es jemand offen benennt.
3. Hochleistung ist kein Zustand, sondern eine Entscheidung. Der Weg dorthin führt über Prinzipien, die unbequem sind: echte Arbeitsautonomie, ein produktiver Umgang mit Wettbewerb im Team („Co-opetition"), eine gelebte Feedbackkultur und die Bereitschaft, Konflikte auszutragen statt zu glätten. Genau daran scheitern die meisten Teams – nicht am Willen, sondern an der Harmoniefalle.
Was ich daraus mitnehme
Die erste Frage lautet nicht „Wie machen wir unser Team besser?", sondern: „In welcher Konstellation arbeiten wir hier eigentlich – und ist das die richtige für unsere Aufgabe?" Wer diese Reihenfolge umdreht, optimiert an der falschen Stelle. Und wer ehrlich hinschaut, findet in der eigenen Organisation vermutlich mehr Pseudoteams, als ihm lieb ist.

🎧 Zur Folge: LINK ZUR FOLGE (6) (externer Link, öffnet in neuem Tab) Zum gesamten PODCAST (externer Link, öffnet in neuem Tab):
Wenn Du die Reihe kennst: Welche Folge hat Sie am meisten überzeugt? Und noch spannender – welche Teamform erkennst Du in Deinem eigenen Umfeld wieder? Schreib mir gerne. PvW (01.20)